Viehscheid

Wenn es auch einfacher wäre, das Vieh zu verladen und aus den Bergen abzutransportieren, so hält man dennoch an der alten, traditionellen Methode fest, das Jungvieh gemeinsam mit vielen Beteiligten aus den Bergen zu treiben und seinen Besitzern zu übergeben. In vielen Allgäuer Orten ist dieses auch heute noch zu erleben.

Alpabtrieb

Alpabtrieb

Etwa 100 Tage nach dem Alpaufzug der Rinder beginnt im Herbst der Viehscheid in den Allgäuer Gemeinden. Die Nächte werden in den Höhenlagen wieder kälter und der Bergsommer geht damit zu Ende, so dass die Tiere beim Alpabtrieb wieder zu Tal kommen. Dies ist etwa in der zweiten und dritten Septemberwoche. Wenn der Bergsommer ohne Verluste überstanden wurde, wird die Herde von einem Kranzrind angeführt. Im Tal angekommen, werden die Tiere am Scheidplatz ihren Besitzern übergeben und die jahrhundertealte Tradition des Viehscheids oft mit Musik und Volksfest durchgeführt.

Buchinger Viehmarkt

In der Nachbargemeinde Buching wird der Viehmarkt am Wochenende vor dem dritten Montag im September mit einem Herbstfest mit Festzeltbetrieb eingeleitet. Am Montag findet dann der Viehscheid statt und das geschmückte Vieh kommt von den Alpen zum Marktplatz. Hier wird der Viehmarkt veranstaltet. Der Kauf wird hier noch traditionell mit einem Handschlag besiegelt. Nach dem Markt wird dann noch von allen Beteiligten und Besuchern im Festzelt gefeiert.

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